Mittwoch, 16. November 2016

Review: Gerber Miltitool MP 600

Warum ein Leatherman kaufen wenn man auch ein Multitool für Erwachsene von der US Army haben kann? Genau das Dachte ich mir als ich vor 3 Jahren mein Gerber MP 600 bestellt habe. Zum damaligen Zeitpunkt und bis heute bin ich einfach nur rundum zufrieden mit diesem Ding.


Sofort faszinierte mich die Leichtgängigkeit dieses Multitools, da man es nahezu mit einer Hand bedienen kann. Zum Ausfahren der Zange reicht es einfach das Gerber Multitool MP 600 in der Hand durchzuschwingen. Durch die Fliehkraft kommt die Zange ganz von alleine raus, arretiert sauber in der Führung und schon hat man eine Spitzzange mit kleinem Seitenschneider in der Hand, die man sofort nutzen kann. Man kann natürlich auch die Zange einfach, wie vorgesehen ausschieben, aber das Durchschwingen ist deutlich einfacher.
Natürlich wird die Bewegung der Zange innerhalb der Führung nach und nach ruckeliger wenn man nicht ab und zu mal den sich ansammlenden Sand und Schmutz entfernt der sich dort definitiv ansammelt wenn man viel Outdoor unterwegs ist und das Multitool auch benutzt.
Mit ein bisschen WD40  lässt sich das aber gut rausspülen und schmieren.

Die weiteren Werkzeuge des Gerber MP 600 Multitools lassen sich nach dem ausfahren der Zange ebenfalls entriegeln und ausklappen.
Das komplette Multitool ist aus schwarz brüniertem rostfreiem Edelstahl gefertigt und auch nach 3 Jahren Dauereinsatz Outdoor in der Freizeit und bei der Arbeit zeigen sich keine ernstahften Abnutzungserscheinungen.


Folgende Werkzeuge sind enthalten:

Spitzzange (Kombi, 1-Hand-Slide-Mechanik)
Glattschliff-Messer (6,00 cm Klingenlänge, SAF.T.PLUS Arretierung)
Wellenschliff-Messer (6,00 cm Klingenlänge, SAF.T.PLUS Arretierung)
Feile (doppelseitige Funktion)
Lineal (Gravur, 8 cm)
Drahtschneider
Kreuzschlitzschraubendreher (mittel)
Dosenöffner
Kapselheber (Flaschenöffner)
Schlitzschraubendreher (klein)
Schlitzschraubendreher (mittel)
Schlitzschraubendreher (gross)

Wie man sieht, bietet dieses Multitool eigentlich alles was man so benötigt.


Selbstverständlich ist auch ein Holster dabei, das auch für etwas breitere Gürtel geeignet ist, so dass man es bequem an der Hüfte tragen oder am Koppel befestigen kann.
Noch eine Sache, auf die man eventuell achten sollte:
Ich empfehle hier auf jeden Fall die Schwarze Version. Es gibt auch eine blanke Edelstahl Variante, diese würde ich nicht kaufen, da diese im Gegensatz zum Schwarzen Multitool sonnenlicht reflektieren kann. Es ist also möglich, dass das Multitool verdächtig aufblitz, wenn man im sonnenschein damit hantiert aber eigentlich nicht von Weitem erkannt werden möchte.

Das gibts das Gerber Multitool MP 600 zu kaufen.



Dienstag, 15. November 2016

Lesetipp: K-ISOM Prepper und Prepper 2

Aufgrund meiner anderen Interessen im militärischen Bereich war mir das K-ISOM schon bereits ein Begriff als ich im Jahr 2014 zum ersten mal die K-ISOM Spezialausgabe PREPPER! am Kiosk in die Hände nahm. Normalerweise befasst sich das K-ISOM mit Sicherheits- und Militärthemen, rund um in- und ausländische Spezieleinheiten von Polizei und Militär.
Daher auch der Name K-ISOM KOMMANDO - INTERNATIONAL SPECIAL OPERATIONS MAGAZINE.
Es zeichnete sich bisher immer duch erstklassige Bilder und gut recherchierte Informationen zu den jeweiligen Themen aus und sollte mich auch dieses mal nicht enttäuschen.

Die erste PREPPER! Ausgabe aus 2014 befasst sich überwiegend mit den Gefahren und Auswirkungen verscheidener natürlicher und von Menschen verursachen Katastrophen, wie Tsunamis, Chemieunfällen und Seuchen. Natürlich durfte auch das Gruselthema des Jahres, der Super-Gau eines Atomkraftwerks nicht fehlen. Zudem werden detailliert die Maßnahmen beschrieben, die der Staat zum Schutze der Bevölkerung unternimmt.
Leider hatte ich ab ca 2/3 des Heftes irgendwann nur noch den Eindruck in einem Ausrüstungs- und Waffenkatalog zu blättern weil die Informationsdichte einfach abnahm und duch ganzseitige Bilder und Ausrüstungsauflistungen ersetzt wurde. Klar richtet sich das K-ISOM an eine gewisse vorgeprägte Klientel mit militärischem Backgraund, allerdings bin ich persönlich fest davon überzeugt, dass der Deutsche Leser im Falle eines völligen Zusammenbruchs der Zivilisation auch keine Kalaschnikow AK74-M + Ausreichend Munition in Deutschland finden wird, wie sie mehrmals, wie selbstverständlich zwischen den durchaus sinnvollen Ausrüstingsgegenständen abgebildet wurde.
Das spricht zwar mit Sicherheit die Fans dystopischer Horrorszenarien an, spiegelt aber eher weniger die wahrscheinlichsten Krisenszenarien wieder, die der normale Mitteleuropäer in Zukunft zu befürchten hat.
Klar ist es sinnvoll in Krisenzeiten eine Waffe zu besitzen, da jedoch die juristischen Hürden zum Erwerb in Deutschland dermaßen hoch sind, dass man gewisse Waffen garnicht in die Finger bekommen kann, wird hier eher der Waffenliebhaber verwöhnt, als das tatsächlich ein realistisches Bild vom Prepping gezeinchet wird.
Im Nachhinein fielen mir auch einige unschöne Photoshop-Tricks auf, wie unnätürlich in die länge gezogene und verzerrte Bärte, nachträglich eingefügte Messerklingen und verzerrte Gegenstände, denen so auf einfache Weise Beulen verpasst werden sollten um ein kaputteres Bild zu erzeugen. Im Großen und Ganzen bin und war ich, trotz der kleinen Unschönheiten bei der Gestaltung mit dieser Ausgabe sehr zufrieden.

K-ISOM Prepper 2 ist hier im Grunde nicht anderes. Es werden wieder einige, zuvor nicht erwähnte Krisenszenarien und Zivlschutzmaßnahmen behandelt. Es gibt sehr interessante Tipps, wie man z.B. eine Atemmaske improvisieren kann und wie man sich in Krisensituationen am besten verhalten sollte.
Erfreulicherweise sind die Bilder der 2. Prepper-Ausgabe deutlich besser, auf die zuvor bemängelten Photoshop-Tricks wurde dieses Mal komplett verzichtet.
Allerdings ist auch hier das Thema Schusswaffen wieder ein bisschen überzogen dargestellt, allerdings wird hier dieses mal auch auf alternative leichter verfügbare Selbstverteidigungsmittel wie Pfeffergel eingegangen. Im Großen und Ganzen wird aber auch hier wieder das Thema Home Defense und Selbstverteidigung mit Tipps zum Schusswaffengebrauch abgehandelt, und das deckt sich meiner Meinung nach einfach nicht mit der Realität in unserem weitestgehend unbewaffneten Land.
Ich bin da einfach der meinung, man sollte erst mal wissen was man machen kann um sich zu schützen ohne gleich zum extremsten Mittel zu greifen und diese Alternativen kommen mir hier einfach zu kurz. Aber sicher waren hier die Autoren, genau wie viele Prepper viel zu sehr von der Zombie-Apokalypse inspiriert.

Mein Fazit:
Kauft euch die K-ISOM Prepper Sonderausgaben. Sie enthalten nützliche vieleVerhaltenstipps und schöne Bilder. Wenn ihr euch für Militärisches Interessiert, solltet ihr euch ganz sicher auch die normalen Ausgaben des K-ISOM mal näher anschauen.