Aufgrund meiner anderen Interessen im militärischen Bereich war mir das K-ISOM schon bereits ein Begriff als ich im Jahr 2014 zum ersten mal die K-ISOM Spezialausgabe PREPPER! am Kiosk in die Hände nahm. Normalerweise befasst sich das K-ISOM mit Sicherheits- und Militärthemen, rund um in- und ausländische Spezieleinheiten von Polizei und Militär.
Daher auch der Name K-ISOM KOMMANDO - INTERNATIONAL SPECIAL OPERATIONS MAGAZINE.
Es zeichnete sich bisher immer duch erstklassige Bilder und gut recherchierte Informationen zu den jeweiligen Themen aus und sollte mich auch dieses mal nicht enttäuschen.
Die erste PREPPER! Ausgabe aus 2014 befasst sich überwiegend mit den Gefahren und Auswirkungen verscheidener natürlicher und von Menschen verursachen Katastrophen, wie Tsunamis, Chemieunfällen und Seuchen. Natürlich durfte auch das Gruselthema des Jahres, der Super-Gau eines Atomkraftwerks nicht fehlen. Zudem werden detailliert die Maßnahmen beschrieben, die der Staat zum Schutze der Bevölkerung unternimmt.
Leider hatte ich ab ca 2/3 des Heftes irgendwann nur noch den Eindruck in einem Ausrüstungs- und Waffenkatalog zu blättern weil die Informationsdichte einfach abnahm und duch ganzseitige Bilder und Ausrüstungsauflistungen ersetzt wurde. Klar richtet sich das K-ISOM an eine gewisse vorgeprägte Klientel mit militärischem Backgraund, allerdings bin ich persönlich fest davon überzeugt, dass der Deutsche Leser im Falle eines völligen Zusammenbruchs der Zivilisation auch keine Kalaschnikow AK74-M + Ausreichend Munition in Deutschland finden wird, wie sie mehrmals, wie selbstverständlich zwischen den durchaus sinnvollen Ausrüstingsgegenständen abgebildet wurde.
Das spricht zwar mit Sicherheit die Fans dystopischer Horrorszenarien an, spiegelt aber eher weniger die wahrscheinlichsten Krisenszenarien wieder, die der normale Mitteleuropäer in Zukunft zu befürchten hat.
Klar ist es sinnvoll in Krisenzeiten eine Waffe zu besitzen, da jedoch die juristischen Hürden zum Erwerb in Deutschland dermaßen hoch sind, dass man gewisse Waffen garnicht in die Finger bekommen kann, wird hier eher der Waffenliebhaber verwöhnt, als das tatsächlich ein realistisches Bild vom Prepping gezeinchet wird.
Im Nachhinein fielen mir auch einige unschöne Photoshop-Tricks auf, wie unnätürlich in die länge gezogene und verzerrte Bärte, nachträglich eingefügte Messerklingen und verzerrte Gegenstände, denen so auf einfache Weise Beulen verpasst werden sollten um ein kaputteres Bild zu erzeugen. Im Großen und Ganzen bin und war ich, trotz der kleinen Unschönheiten bei der Gestaltung mit dieser Ausgabe sehr zufrieden.
K-ISOM Prepper 2 ist hier im Grunde nicht anderes. Es werden wieder einige, zuvor nicht erwähnte Krisenszenarien und Zivlschutzmaßnahmen behandelt. Es gibt sehr interessante Tipps, wie man z.B. eine Atemmaske improvisieren kann und wie man sich in Krisensituationen am besten verhalten sollte.
Erfreulicherweise sind die Bilder der 2. Prepper-Ausgabe deutlich besser, auf die zuvor bemängelten Photoshop-Tricks wurde dieses Mal komplett verzichtet.
Allerdings ist auch hier das Thema Schusswaffen wieder ein bisschen überzogen dargestellt, allerdings wird hier dieses mal auch auf alternative leichter verfügbare Selbstverteidigungsmittel wie Pfeffergel eingegangen. Im Großen und Ganzen wird aber auch hier wieder das Thema Home Defense und Selbstverteidigung mit Tipps zum Schusswaffengebrauch abgehandelt, und das deckt sich meiner Meinung nach einfach nicht mit der Realität in unserem weitestgehend unbewaffneten Land.
Ich bin da einfach der meinung, man sollte erst mal wissen was man machen kann um sich zu schützen ohne gleich zum extremsten Mittel zu greifen und diese Alternativen kommen mir hier einfach zu kurz. Aber sicher waren hier die Autoren, genau wie viele Prepper viel zu sehr von der Zombie-Apokalypse inspiriert.
Mein Fazit:
Kauft euch die K-ISOM Prepper Sonderausgaben. Sie enthalten nützliche vieleVerhaltenstipps und schöne Bilder. Wenn ihr euch für Militärisches Interessiert, solltet ihr euch ganz sicher auch die normalen Ausgaben des K-ISOM mal näher anschauen.
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