Mittwoch, 16. November 2016

Review: Gerber Miltitool MP 600

Warum ein Leatherman kaufen wenn man auch ein Multitool für Erwachsene von der US Army haben kann? Genau das Dachte ich mir als ich vor 3 Jahren mein Gerber MP 600 bestellt habe. Zum damaligen Zeitpunkt und bis heute bin ich einfach nur rundum zufrieden mit diesem Ding.


Sofort faszinierte mich die Leichtgängigkeit dieses Multitools, da man es nahezu mit einer Hand bedienen kann. Zum Ausfahren der Zange reicht es einfach das Gerber Multitool MP 600 in der Hand durchzuschwingen. Durch die Fliehkraft kommt die Zange ganz von alleine raus, arretiert sauber in der Führung und schon hat man eine Spitzzange mit kleinem Seitenschneider in der Hand, die man sofort nutzen kann. Man kann natürlich auch die Zange einfach, wie vorgesehen ausschieben, aber das Durchschwingen ist deutlich einfacher.
Natürlich wird die Bewegung der Zange innerhalb der Führung nach und nach ruckeliger wenn man nicht ab und zu mal den sich ansammlenden Sand und Schmutz entfernt der sich dort definitiv ansammelt wenn man viel Outdoor unterwegs ist und das Multitool auch benutzt.
Mit ein bisschen WD40  lässt sich das aber gut rausspülen und schmieren.

Die weiteren Werkzeuge des Gerber MP 600 Multitools lassen sich nach dem ausfahren der Zange ebenfalls entriegeln und ausklappen.
Das komplette Multitool ist aus schwarz brüniertem rostfreiem Edelstahl gefertigt und auch nach 3 Jahren Dauereinsatz Outdoor in der Freizeit und bei der Arbeit zeigen sich keine ernstahften Abnutzungserscheinungen.


Folgende Werkzeuge sind enthalten:

Spitzzange (Kombi, 1-Hand-Slide-Mechanik)
Glattschliff-Messer (6,00 cm Klingenlänge, SAF.T.PLUS Arretierung)
Wellenschliff-Messer (6,00 cm Klingenlänge, SAF.T.PLUS Arretierung)
Feile (doppelseitige Funktion)
Lineal (Gravur, 8 cm)
Drahtschneider
Kreuzschlitzschraubendreher (mittel)
Dosenöffner
Kapselheber (Flaschenöffner)
Schlitzschraubendreher (klein)
Schlitzschraubendreher (mittel)
Schlitzschraubendreher (gross)

Wie man sieht, bietet dieses Multitool eigentlich alles was man so benötigt.


Selbstverständlich ist auch ein Holster dabei, das auch für etwas breitere Gürtel geeignet ist, so dass man es bequem an der Hüfte tragen oder am Koppel befestigen kann.
Noch eine Sache, auf die man eventuell achten sollte:
Ich empfehle hier auf jeden Fall die Schwarze Version. Es gibt auch eine blanke Edelstahl Variante, diese würde ich nicht kaufen, da diese im Gegensatz zum Schwarzen Multitool sonnenlicht reflektieren kann. Es ist also möglich, dass das Multitool verdächtig aufblitz, wenn man im sonnenschein damit hantiert aber eigentlich nicht von Weitem erkannt werden möchte.

Das gibts das Gerber Multitool MP 600 zu kaufen.



Dienstag, 15. November 2016

Lesetipp: K-ISOM Prepper und Prepper 2

Aufgrund meiner anderen Interessen im militärischen Bereich war mir das K-ISOM schon bereits ein Begriff als ich im Jahr 2014 zum ersten mal die K-ISOM Spezialausgabe PREPPER! am Kiosk in die Hände nahm. Normalerweise befasst sich das K-ISOM mit Sicherheits- und Militärthemen, rund um in- und ausländische Spezieleinheiten von Polizei und Militär.
Daher auch der Name K-ISOM KOMMANDO - INTERNATIONAL SPECIAL OPERATIONS MAGAZINE.
Es zeichnete sich bisher immer duch erstklassige Bilder und gut recherchierte Informationen zu den jeweiligen Themen aus und sollte mich auch dieses mal nicht enttäuschen.

Die erste PREPPER! Ausgabe aus 2014 befasst sich überwiegend mit den Gefahren und Auswirkungen verscheidener natürlicher und von Menschen verursachen Katastrophen, wie Tsunamis, Chemieunfällen und Seuchen. Natürlich durfte auch das Gruselthema des Jahres, der Super-Gau eines Atomkraftwerks nicht fehlen. Zudem werden detailliert die Maßnahmen beschrieben, die der Staat zum Schutze der Bevölkerung unternimmt.
Leider hatte ich ab ca 2/3 des Heftes irgendwann nur noch den Eindruck in einem Ausrüstungs- und Waffenkatalog zu blättern weil die Informationsdichte einfach abnahm und duch ganzseitige Bilder und Ausrüstungsauflistungen ersetzt wurde. Klar richtet sich das K-ISOM an eine gewisse vorgeprägte Klientel mit militärischem Backgraund, allerdings bin ich persönlich fest davon überzeugt, dass der Deutsche Leser im Falle eines völligen Zusammenbruchs der Zivilisation auch keine Kalaschnikow AK74-M + Ausreichend Munition in Deutschland finden wird, wie sie mehrmals, wie selbstverständlich zwischen den durchaus sinnvollen Ausrüstingsgegenständen abgebildet wurde.
Das spricht zwar mit Sicherheit die Fans dystopischer Horrorszenarien an, spiegelt aber eher weniger die wahrscheinlichsten Krisenszenarien wieder, die der normale Mitteleuropäer in Zukunft zu befürchten hat.
Klar ist es sinnvoll in Krisenzeiten eine Waffe zu besitzen, da jedoch die juristischen Hürden zum Erwerb in Deutschland dermaßen hoch sind, dass man gewisse Waffen garnicht in die Finger bekommen kann, wird hier eher der Waffenliebhaber verwöhnt, als das tatsächlich ein realistisches Bild vom Prepping gezeinchet wird.
Im Nachhinein fielen mir auch einige unschöne Photoshop-Tricks auf, wie unnätürlich in die länge gezogene und verzerrte Bärte, nachträglich eingefügte Messerklingen und verzerrte Gegenstände, denen so auf einfache Weise Beulen verpasst werden sollten um ein kaputteres Bild zu erzeugen. Im Großen und Ganzen bin und war ich, trotz der kleinen Unschönheiten bei der Gestaltung mit dieser Ausgabe sehr zufrieden.

K-ISOM Prepper 2 ist hier im Grunde nicht anderes. Es werden wieder einige, zuvor nicht erwähnte Krisenszenarien und Zivlschutzmaßnahmen behandelt. Es gibt sehr interessante Tipps, wie man z.B. eine Atemmaske improvisieren kann und wie man sich in Krisensituationen am besten verhalten sollte.
Erfreulicherweise sind die Bilder der 2. Prepper-Ausgabe deutlich besser, auf die zuvor bemängelten Photoshop-Tricks wurde dieses Mal komplett verzichtet.
Allerdings ist auch hier das Thema Schusswaffen wieder ein bisschen überzogen dargestellt, allerdings wird hier dieses mal auch auf alternative leichter verfügbare Selbstverteidigungsmittel wie Pfeffergel eingegangen. Im Großen und Ganzen wird aber auch hier wieder das Thema Home Defense und Selbstverteidigung mit Tipps zum Schusswaffengebrauch abgehandelt, und das deckt sich meiner Meinung nach einfach nicht mit der Realität in unserem weitestgehend unbewaffneten Land.
Ich bin da einfach der meinung, man sollte erst mal wissen was man machen kann um sich zu schützen ohne gleich zum extremsten Mittel zu greifen und diese Alternativen kommen mir hier einfach zu kurz. Aber sicher waren hier die Autoren, genau wie viele Prepper viel zu sehr von der Zombie-Apokalypse inspiriert.

Mein Fazit:
Kauft euch die K-ISOM Prepper Sonderausgaben. Sie enthalten nützliche vieleVerhaltenstipps und schöne Bilder. Wenn ihr euch für Militärisches Interessiert, solltet ihr euch ganz sicher auch die normalen Ausgaben des K-ISOM mal näher anschauen.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Review: Walther Black Tac Tanto Einhandmesser


Vor einigen Wochen war ich auf der suche nach einem kompakten Messer, dass ich sowohl Outdoor nützlich ist, als auch in Notfallsituationen wie Autounfällen etc nützlich ist.

Vorab sei jedoch gesagt, dass es sich hierbei natürlich eindeutig um ein Einhandmesser handelt, dass nicht in der Öffentlichkeit geführt werden darf. Es ist also keineswegs ein Sicherheitsmesser, dass man sich in Auto legen, oder beim Wocheneinkauf mit sich spazieren tragen darf.

Das deutsche Waffengesetz schreibt vor, dass Einhandmesser ausschließlich zu einem "allgemein anerkannten Zweck" geführt werden dürfen. Ein allgemein anerkannter Zwecke wären hier die Jagd, Angeln, Pilze sammeln oder Wandern.
Außerdem dürfen diese Messer zur Ausführung des Berufes geführt werden, wer also z.B. zum Arbeiten regelmäßig ein klappbares Messer benötigt, darf während der Arbeitszeit solch ein Messer führen,nach Feierabend muss es zugriffssicher verschlossen werden.

Selbstverteidigung oder das Zerschneiden von Sicherheitsgurten bei Autounfällen sind laut einiger Gerichtsurteile eindeutig keine allgemein an zum führen von Einhandmesser.

Zugriffssicher verschlossen bedeutet, dass man das Messer theoretisch in eine Stofftasche mit beidseitigem Reißverschluss legen kann, deren Reißverschluss mit einem Vorhängeschloss verschlossen ist.

Nun aber zum Messer:


Das  Walther Black Tac Tanto kommt in einer ansprechenden Pappschachtel daher, die das Messer, ein Holster und eine Fangleine beinhaltet. Die Fangleine ist ein nettes Feature für Menschen die in größerer Höhe mit dem Messer arbeiten oder z.B. für Bergsteiger. Für alle anderen dürfte diese Fangleine nutzlos sein, da sie die Bewegungsfreiheit stark einschränkt.


Das Gehäuse schale des Messers ist aus eloxiertem Aluminium gefertigt, das Gehäuse aus Stahlblech und die Klinge aus 440 SS Messerstahl.


Die mattschwarze Tantoklinge hat eine Länge von 10 cm mit einem partiellen Wellenschliff um besonders zähe Materialien zu schneiden.


Zum schnellen ausklappen der Klinge verfügt diese sowohl ober einen Flipper am Rücken der Klinge, der auch als Parierelement dient und auch über seitliche stifte.
Aufgrund dieser Merkmale spricht man auch von einem Einhandmesser, da somit das öffnen des Messers nur mit einer Hand ermöglicht wird


Die Klinge wird im ausgeklappten Zustand von einer Liner Lock Verriegelung festgehalten .
Das ist eigentlich nichts weiter als eine robuste Blattfeder, die hinter die klinge greift und sie so verriegelt. Zum entriegeln der Klinge drückt man die Verriegelung einfach zur Seite.


Ebenfalls verfügt das Messer über einen Körner, der es ermöglichen soll in Gefahrensituationen Sicherheitsglas z.B. von Autotüren zu brechen.


Der Gürtelclip ist ein nettes Feature, aber wenn man das Messer ausschließlich im Holster trägt, kann er beim wegstecken etwas hinderlich sein. Er lässt sich aber auch abschrauben.


Insgesamt liegt das Messer sehr gut in der Hand. Nach insgesamt einer Woche Nutzung fängt bei mir jetzt aber langsam die Klinge an zu quietschen, wenn ich sie ein und ausklappe. Hie muss offensichtlich regelmäßig gefettet und gereinigt werden

Insgesamt muss ich Sagen, dass dieses Messer meinen Ansprüchen vollständig gerecht wird.
Es ließe sich ebenfalls perfekt und vielseitig zur Selbstverteidigung einsetzen, leider setzt das Waffengesetz hier klare Grenzen, da es eben einfach nicht zum ständigen Führen zugelassen ist.

Falls ihr selbst mit dem Gedanken spielt euch dieses Messer zu kaufen, hier gehts zum Angebot auf Amazon.de




Dienstag, 18. Oktober 2016

Review: NITECORE P12GT Taschenlampe

Auf der Suche nach einer Leistungsstarken Taschenlampe mit Strobe-Modus und hoher Leuchtkraft ab 1000 Lumen bin ich auf die Lampen der Firma NITECORE gestoßen. Ich hatte schon einige Lampen mit denen ich zwar zufrieden, aber nicht vollkommen glücklich war. Meine Erwartungen waren also erstmal nicht allzu hoch, als ich mir die NITECORE P12GT für 71,95 € bestellt hatte, da auch meine deutlich schwächeren Lampen zuvor in der gleichen Preisklasse lagen.

Was soll ich sagen? Schon beim Auspacken wurden meine Bedenken, dass diese Lampe die gleichen Kinderkrankheiten haben könnte zerstreut. Das Gehäuse ist aus robustem, schwarz eloxiertem Aluminium hergestellt und alle Gewinde sind gut gefettet und mit dicken Dichtringen versehen. 
Bis zu einer Fallhöhe von 1,5 Metern ist dieses Gehäuse Schlagfest.

Das erfreut mich besonders deshalb, weil andere Hersteller nur dünne Gummidichtringe verwenden, die natürlich auch schneller beschädigt werden können.
Das die verwendeten Dichtringe auch noch direkt mit Silikonfett geschmiert sind ist ein echter Pluspunkt, weil auf diese Weise die Gummis zusätzlich gegen austrocknen geschützt sind.
Mit der zeit trocknen diese Gummis gerne aus und halten nicht mehr dicht oder werden brüchig. Der Hersteller auf das fett geachtet hat, erspart mir erstmal selbst das nachfetten.

Dank dieser Dichtungen ist diese Lampe übrigens laut Hersteller bis zu 2 Meter Wasserfest, was bei einer Lampe für die Outdoor Nutzung auch nötig ist, schließlich will man bei jedem Wetter immer gute Beleuchtung haben.



Nächster Pluspunkt: Zubehör und Ersatzteile
Es werden zwei Ersatzdichtringe sowie eine Gummiabdeckung für den Ein-/Aus-Schalter mitgeliefert.
Außerdem ist noch ein Holster und ein Lanyard mit dabei.
Ein nettes Gimmick ist zudem der Kunststoff Standfuß, mit dem man die Lampe aufrecht hinstellen kann. Das mag ganz nett gedacht sein aber leider ist das ein loses Teil, dass nicht im Holster verstaut werden kann und sonst auch  nur sinnlos rumfliegt. Nett gedacht, aber ich glaube nicht das irgendwer es wirklich nutzen würde, man müsste es eben immer in irgend einer extra Tasche mitschleppen.



Im Gegensatz zu meinen vorherigen Lampen wirkt die Gummiabdeckung des Ein-Aus-Schalters viel dicker und somit haltbarer. Auf Lange Sicht denke ich wird dieses Stück Gummi nicht so schnell verschleißen.

Vorsicht Heiß! Die NITECORE P12GT ist nicht meine erste Lampe, die den Warnhinweis "Hot" eingraviert hat, aber es ist definitiv die erste Lampe, die wirklich sehr warm wird wenn sie länger in Betrieb ist. Ich habe es beim ersten 1-Stündigen Testlauf nicht geschafft das sie so warm wurde, dass ich mir die Finger verbrannt hätte, aber man kann sie definitiv im Winter auch als Handwärmer benutzen.
Definitiv kein Nachteil, sondern ein positiver Nebeneffekt. Das Alu-Gehäuse der Lampe sorgt im übrigen auch dafür, dass sich der gesamte Lampenkörper gleichmäßig erwärmt.


Die Cree XP-L HI V3 LED im inneren der NITECORE P12GT wird von jeweils zwei CR123 Batterien oder einer einzelnen 18650 Batterie betrieben. Ich würde hier gleich dazu Raten mehrere Lithium-Akkus samt Ladegerät anzuschaffen, da Lithium Batterien auf Dauer doch recht teuer sind.
Die ersten Batterien sind übrigens im Lieferumfang enthalten.

Die Maximale Reichweite liegt laut Hersteller bei ca 320 Metern, was ich auch für plausibel halte.
Die maximale Leuchtkraft liegt bei 1000 Lumen, es ist daher ausdrücklich davon abzuraten Tieren oder Menschen direkt in die Augen zu leuchten, da bei dieser Leuchtkraft anhaltende Sehschäden möglich sind. Ganz besonders sollte man also auch darauf achten diese Lampe von kindern fern zu halten. Das ist definitiv kein Spielzeug!

Bei der möglichen Verletzungsgefahr kommen wir auch schon bei dem Grund an, weshalb ich mir diese Lampe überhaupt zugelegt habe. Um bei totaler Finsternis weit zu sehen benötigt man definitiv keine Lampe mit 1000 Lumen. Diese Lampe betrachte ich eher als Selbstverteidigungsmittel, da diese Lampe einem möglichen Angreifer in der Dunkelheit jegliche Sicht nimmt.

Ich habe es selbst getestet. Man sieht einfach nicht mehr als einen sehr hellen Punkt, wenn man mit dieser Lampe angestrahlt wird. Man weiß nicht wer oder wie viele Personen hinter dem Lichtkegel stehen und wenn zusätzlich der Strobe-Modus aktiviert wird fällt es schwer sich zu orientieren. Diese Lampe gibt einem also in Konfliktsituationen etwas zusätzliche Zeit, in der ein Angreifer verwirrt und orientierungslos ist, um entweder zu flüchten oder weitere Maßnahmen zu ergreifen, Pfefferspray aus der Tasche zu holen, sich besser gegen den Wind zu positionieren oder ähnliches.

Im Notfall ist der Lampenkörper auch robust und Kantig genug um mit ihm in der Faust zuzuschlagen. Gegen einen Bewaffneten oder körperlich überlegenen Angreifer ist das definitiv besser als mit einer leeren Hand zuzuschlagen.

Zusätzlich zum Strobe-Modus gibt es noch den SOS Modus, die Lampe blinkt dann permanent den SOS Morsecode.

Neben der Vollen Leistung von 1000 Lumen lässt sich die Lampe auch mit 280 und 55 Lumen betreiben.
Die verschiedenen Modi werden einfach über längeres drücken auf den Gummitaster am Leuchtmodul getauscht.

Fazit: Die NITECORE P12GT überzeugt durch ihre robuste Bauweise und die hohe Leuchtkraft. Auch das Zubehör lässt keine Wünsche übrig.
Diese Lampe ist die perfekte Ergänzung  für alle diejenigen, die sich in der Dunkelheit mit einem Pfefferspray oder, besser einem Pfeffergel verteidigen möchten.

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Samstag, 15. Oktober 2016

Vorräte: Welche Lebensmittel sind nahezu unbegrenzt haltbar?

Es gibt immer wieder mal Unklarheiten über das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) von Lebensmittel und öffentliche Diskussionen über Sinn und Unsinn dieser Kennzeichnung. Deshalb will ich euch heute mal ein paar Lebensmittel aufzählen, die mit der richtigen Lagerung garantiert nicht schlecht werden. Letztendlich sagt das MHD nur, aus wie lange ein Produkt mindestens Haltbar ist, nicht wann es schlecht wird. Es werden daher auch in unserer Gesellschaft zu viele gute Lebensmittel entsorgt obwohl sie essbar wären und trotz der Tatsache das nicht jeder Mensch genug zu Essen bekommt.

Die Aufklärung hier hat für mich also auch einen moralischen Hintergrund da ich diese sinnlose Verschwendung von Lebensmitteln wirklich schlimm finde.

KONSERVENDOSEN
Konservendosen oder sogenannte Vollkonserven mit Fertiggerichten, Gemüse, Obst oder sogar Fleisch und Wurst, werden wirklich so gut wie nie schlecht und können auch 10 oder 20 Jahre nach Ablauf des MHD noch verzehrt werden. Lediglich der Geschmack, die Konsistenz oder die Farbe können sich leicht verändern.
Allerdings kann es auch zu Ausnahmen kommen, nämlich dann wenn die Dosen beschädigt, verbeult oder unsauber verpackt wurden. Diese Dosen erkennt man aber ganz leicht daran, dass sie sich aufblähen und sollten dann nicht mehr verzehrt werden. Aber voll intakte Dosen können nahezu unbegrenzt aufbewahrt werden.

SALZ
Salz wird niemals schlecht. Nur wenn das Salz feucht gelagert wird, kann es passieren, dass es klumpt. Aber auch dann bleibt es essbar. Da Salz wasserlöslich ist sollte klar sein, dass man es nicht im Regen liegen lassen kann.

ZUCKER
Zucker wird, genau wie Salz niemals schlecht.

HONIG
Honig ist absolut unverderblich. Archäologen haben bereits Jahrtausende alten Honig entdeckt, der noch genießbar war. Allerdings darf der Honig nicht durch Framdstoffe wie Brotkrümel oä verschmutzt sein. Nach einiger Zeit Kristalliert der Zucker im Honig. Durch Aufkochen bekommt der Honig seine alte Form.
Wichtig für eine lange Lagerung ist aber das der Honig in Glas abgefüllt ist, da Plastik auf Dauer giftige Weichmacher abgibt.

REIS
Reis ist bei trockener und luftdichter Lagerung unbegrenzt haltbar.
Dies gilt allerdings nicht für braunen Naturkornreis.

WASSER
Wasser ist in Glasflaschen, bei dunkler und kühler Lagerung ebenfalls unbegrenzt haltbar. Allerdings ist die Lagerzeit in Kunststoffflaschen beschränkt, da der Kunststoff mit der Zeit Weichmacher ins Wasser abgibt, die durchaus gesundheitsschädlich sein können. Ich empfehle grundsätzlich eher Glasflaschen statt Plastik zu kaufen.
Wer mehr zu den schädlichen Inhaltsstoffen von Plastikflaschen wissen möchte, dem empfehle ich die Doku "Plastic Planet" oder googelt einfach mal Bisphenol-A (BPA)

ESSIG:
Essig ist in ungeöffneten Glasflaschen nahezu ewig haltbar. Zwar hat wohl niemand von uns Lust auf einen herzhaften Schluck Essig aber zum Haltbarmachen bzw Einlegen von Gemüse ist der Essig sehr nützlich und kann neben der Nutzung als Lebensmittel auch für viele andere Aufgaben wie z.B. zum Rostlösen oder Putzen genutzt werden.

WEIN:
Guter Wein ist alt. Auch hier gilt, bei guter Lagerug nahezu unverderblich. Allerdings kann es vorkommen das der Eein irgendwann zu Essig wird. Besonders als Tauschware in Krisenzeiten sollte man etwas Wein bevorraten.

ALKOHOL/ SCHNAPS
Schnäpse und reiner Alkohol verderben nie. Wichtig ist aber hier das die Flaschen aus Glas und unverschlossen sind, da Alkohol sich auf Dauer verflüchtigt.

Tipp:
Auch andere Lebensmittel, wie Nudeln (kein Vollei), Mehl, Brotbackmischungen usw. können durch vakuumieren lange Zeit über das MHD hinaus gelagert werden.


Donnerstag, 13. Oktober 2016

Altbewährtes: BW Esbitkocher der perfekte Campingkocher für kleines Geld

Es muss nicht immer teuer und modern sein um auch gut zu sein. Bewiesen wird diese Aussage durch viele altbewährte Outdoor Utensilien, wie zum Beispiel dem guten alten Esbitkocher, den viele sicherlich noch aus dem Biwak bei der Busndeswehr kennen.

Esbit steht für Erich Schumms Brennstoff in Tablettenform und wird seit 1936 in Deutschland produziert und vertrieben. Unter anderem wurden die Trockenbrennstofftabletten schon von der Wehrmacht in Notbrennern eingesetzt und später auch von der Bundeswehr übernommen. Der vermutlich einfachste, mehrfach verwendbare Kocher, den man sich denken kann.Man kann diese Kocker für kleines Geld in Militaria und Armyshops gebraucht kaufen oder man greift gleich zu einem komplett neuen Kocher. 
 
Der Brennstoff wird praktischerweise einfach im Kocher verstaut, der auf diese Weise Platz für 6 große Esbittabletten liefertZur Aufbau und Funktion muss nman nicht viel sagen: 
Aufklappen, Esbittablette einlegen, anzünden, loskochen.
 
Der Esbitkocher besteht nur aus 3 Weißblechteilen, die vernietete wurden und aufgeklappt werden können. In der Mitte wird eine Esbittablette platziert und angezündet und dient als Wärmequelle.
Der Kocher lässt sich auf verschiedene Stufen aufklappen, so dass man sowohl eine kleine Tasse, als auch ein größeres Essgeschirr oder eine Notration darauf erwärmen kann.
Ich bin sehr begeistert von diesem kleinen und leichten Kocher, besonders weil er wirklich sehr wenig Platz beansprucht und somit mehr Stauraum für wichtigere Dinge im Gepäck lässt.
Während andere sich mit einem 3 mal größeren und schwereren Gaskocher abschleppen habe ich dann eben Platz für zusätliche Essensrationen.

Ich habe meinen Esbit Kocher für schlappe 1,90 € bei www.redstar-militaria.de gekauft.
Die Esbittabletten sind etwas teurer als Gas oder Spiritus aber die Platzersparnis ist mir das wert.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Review: Fenix LD22 Taschenlampe 2015 Edition mit 300 Lumen

Fenix LD22

Zunächst sei erwähnt, dass ich bei diesem Test vorbelastet bin, da ich bereits vor 2 Jahren eine LD22 von Fenix gekauft habe, die optisch allerdings noch ein wenig männlicher wirkte als die überarbeitete 2015er Version. Ich habe mal einige Vergleichsbilder gemacht. Der Alte Look gefällt mir deutlich besser, die neue glatte, verchromte Blende sieht mir einfach zu glatt aus.
Da ich allerdings nun schon einmal die alte hatte, habe ich bei dem zugegriffen was sich in der Vergangenheit schon bewährt hatte, zumal ich ja nun schon einen Ersatzteilspender für mögliche Ausfälle hier liegen hatte.
Positiv am neuen Design finde vor allem den neuen Wahltaster, der im Vergleich zur alten Gummiabdeckung leicher ansprechbar und vor allem solider ist.

Der Grund warum ich eine neue Lampe brauche ist recht einfach: Die alte Lampe hat nach ca einem Jahr ihren Sinn verloren als die Gummiabdeckung des Ein-/Aus-Schalters gerissen ist, nachdem mein Sohn darauf herumgekaut hatte. Sicher kein Fehler des Herstellers also. Im Anschluss fiel die Kappe des Schalters heraus und übrig bleib ein Drucktaster, der die Lampe nur dann zu leuchten brachte, wenn man ihn drückte. Bei einer Taschenlampe natürlich ein absolutest Desaster.

Leider gab es zu diesem Zeitpunkt keiner Ersatzteile und ich musste eine No-Name Taschenlampe opfern um einen passenden Schalter zu bekommen.

An sich, bin ich sehr begeistert von den Fenix Lampen, sie sind klein, handlich und mit ihren 300 Lumen hat man eigentlich genug Power für den durchschnittlichen Gebrauch und damit eine Leuchtweite von ca 100-130 Metern. Wirklich weit genug, im Wald beträgt die Sichtweite ohnehin nicht viel mehr, in der Stadt benötigt man erst recht nicht mehr und auf freier Fläche ist die Reichweite auch ausreichend. Leider lässt sich der Lichtkegel nicht einstellen, was aber auch nicht unbedingt nötig ist.

Die Fenix LD22 verfügt über 3 Leuchtstufen, die mittels des Drucktasters am Leuchtmodul angewählt werden können.
Zusätzlich gibt es noch den Stroboskop-Modus, der zur Selbstverteidigung gedacht ist. Die Lampe Blitz in diesem Modus extrem schnell und erschwert damit geblendeten Personen die Orientierung bei totaler Dunkelheit. Hier ist leider auch eine der Schwachstelen dieser Lampe zu sehen. Der Strobe-Modus wird immer wieder durch kurze Phasen unterbrochen in denen die Lampe deutlich langsamer Blitzt. Auch. Dies ist sowohl bei der alten, als auch bei der neuen Lampe der Fall. Es gibt immer einen regelmäßigen Intervall von 3 langsamen Lichtblitzen ehe der schnellere Strobe-Modus wieder einsetzt. Bei höherwertigen Lampen gibt es das so nicht. Außerdem brennen die 300 Lumen der Lampe zwar schon in den Augen und auf kurze Distanz erschwert das Blitzen schon die Orientierung, mit mehr Leistung wäre hier allerdings ein deutlich besserer Effekt zu erzielen.
Hier ist aber wegen der verwendeten AA Batterein natürlich auch der Leistung ein Grenze gesetzt.

Ich nutze die Fenix LD22 im Strobe-Modus daher eher zum Trainig, wenn ich meinem gegenüber kein bleibenden Sehschäden zumuten will, die bei Lampen mit 1000 Lumen auf jeden Fall vorkommen können.
Die Lampe ist bis zu 2 Meter Tiefe wasserdicht, was natürlich wichtig ist für eine Lampe, die Outdoor genutzt wird und somit Regen ausgesetzt sein wird und ggf auch mal in eine Pfütze fallen könnte.



Die Fenix LD22 wird mit 2 AA Batterien betrieben, was natürlich den Geldbeutel schont, da keine speziellen Batterien oder Akkus samt Ladegerät erforderlich sind.
Die Laufzeit der Lampe ist mit ca 5 Stunden Dauerbetrieb mit AA Batterien angegeben, was ich bestätigen kann. Bisher habe ich nie plötzlich im Dunkeln gestanden.
Auch bei täglicher Nutzung haben die Batterien  bei mir bisher immer eine gefühlte Ewigkeit gehalten.

Im Lieferumfang waren 2 Ersatzdichtringe enthalten, was bei regelmäßiger Nutzung sehr  gut ist, da diese Ringe gerne mal kaputtgehen. Leider ist keine Ersatzabdeckung für den Ein-/Aus-Schalter dabei, diese sind schließlich auch verschleißteile und durch das ständige Knicken des Gummis beim Ein- und Ausschalten stark beansprucht.
Außerdem sind eine Trageschlaufe (Lanyard) und ein Holster dabei. Standardzubehör eben.

Preislich hat sich bei der Fenix LD22 einiges getan. Die Erste habe ich noch für etwas über 70 € gekauft, die 2015er Version liegt schon nur noch bei 49,90 € bei Amazon.de,was auch ein angemessener Preis ist.

Heute würde ich keine 70 € mehr für eine solche Lampe invesieren, da die Konkurrenz schon Leistungsstärkere Modelle zu selben Preis auf Lager hat.

Fazit:

Wer eine zuverlässige und kompakte Outdoorlampe sucht kann ruhig bei Fenix zugreifen. Der Preis von 49,90 € ist Ok, da man hier wirklich eine hochwertige Lampe bekommt, die sich nicht mit Grabbeltisch-Lampen aus dem Supermarkt vergleichen lässt.
Wer allerdings Wert auf Leistung legt und bereit ist dafür auch ein kleines bischen mehr Geld auszugeben, wird mit der LD22 sicher nicht glücklich sein.

Hier gehts zum Angebot auf amazon.de







Dienstag, 4. Oktober 2016

Herzlich willkommen beim Preppertools Blog!

Herzlich willkommen lieber Leser!
Auf den folgenden Seiten möchte ich die Gelegenheit nutzen und der Allgemeinheit über meine eigenen Erfahrungen im Bereich Krisenvorsorge oder Prepping zu berichten.

Ich werde hier besonders auf den Anbau eigener Nahrungsmittel, sowie auf meine Erfahrungen mit Outdoorausrüstung eingehen.
Ggf werde ich vielleicht sogar meine Einschätzung zu aktuellen Problemen äußern oder allgemeine Verhaltenstipps in verschiedenen Krisensituationen äußern.

Zu meiner Person:

Ich bin derzeit 31 Jahre alt,  und schon seit kleinauf an Outdoor- und Survival-Aktivitäten interessiert.
Ebenfalls habe ich von kleinauf durch meine Großeltern gelernt, dass man sich nie auf einen Staat verlassen darf. Die Erlebnisse, die meine Großeltern als Kinder während der Kriegsjahre machten, haben sie tief geprägt und gelehrt, dass man auch in vermeintlich ruhigen Zeiten keine Garantie aufeine ruhige und sichere Zukunft haben kann. Jeder Mensch ist seines eigenen Glückes Schmied und es gibt keine garantie, dass die rosigen Zeiten, in denen wir leben nicht irgendwann enden.
Der Anbau von Lebensmitteln im eigenen Garten ist daher eine selbstverständlichkeit für mich, die ich schon als Kind erlernt habe.

Man merkt sicherlich schon, dass ich absolut garnichts von den ganzen Prepper-Shops  halte, die zu überzogenen Preisen irgendwelchen teuren ramsch und Krisenvorsorge-Pakete anbieten, die nur geschmacklose Fertignahrung enthalten. Hier wird viel zu viel Kasse mit den Ängsten anderer Menschen gemacht und leider fallen sehr vieler darauf rein.
Ich bin mehr ein Freund von stinknormalen Lebensmitteln und eigenem Gemüse im Vorratskeller.
Was nützt einem schon das schöne Fresspaket, wenn es irgendwann aufgebraucht ist und man nicht weiß wie man sich neue Nahrung beschafft?

Die Wahrscheinlichkeit das und Zombies überfallen und wir alle bald im Wald leben ist doch sehr gering, wahrscheinlicher hingegen ist ein Unfall in Chemiefabriken, Kraftwerken oder Naturkatastrophen wie Fluten, Stürme oder Erdbeben.

Was nützen einem Funkgeräte, schöne Taschenlampen und Outdoor-Powerbanks, wenn die Batterien schnell aufgebraucht sind und nicht nachgeladen werden können? Wie besorgt man sich Strom? Wie hält man sein Haus warm? Diese Grundlegenden Fragen interessieren mich viel mehr als die Frage, welche Konsumgüter ich am besten wegbunkern sollte bevor eine Krisensituation eintritt.

Ich hoffe ich kann an dieser Stelle einigen ein paar nützliche Tipps geben, die nicht schon an anderer Stelle nachzulesen waren.