Mittwoch, 12. Oktober 2016

Review: Fenix LD22 Taschenlampe 2015 Edition mit 300 Lumen

Fenix LD22

Zunächst sei erwähnt, dass ich bei diesem Test vorbelastet bin, da ich bereits vor 2 Jahren eine LD22 von Fenix gekauft habe, die optisch allerdings noch ein wenig männlicher wirkte als die überarbeitete 2015er Version. Ich habe mal einige Vergleichsbilder gemacht. Der Alte Look gefällt mir deutlich besser, die neue glatte, verchromte Blende sieht mir einfach zu glatt aus.
Da ich allerdings nun schon einmal die alte hatte, habe ich bei dem zugegriffen was sich in der Vergangenheit schon bewährt hatte, zumal ich ja nun schon einen Ersatzteilspender für mögliche Ausfälle hier liegen hatte.
Positiv am neuen Design finde vor allem den neuen Wahltaster, der im Vergleich zur alten Gummiabdeckung leicher ansprechbar und vor allem solider ist.

Der Grund warum ich eine neue Lampe brauche ist recht einfach: Die alte Lampe hat nach ca einem Jahr ihren Sinn verloren als die Gummiabdeckung des Ein-/Aus-Schalters gerissen ist, nachdem mein Sohn darauf herumgekaut hatte. Sicher kein Fehler des Herstellers also. Im Anschluss fiel die Kappe des Schalters heraus und übrig bleib ein Drucktaster, der die Lampe nur dann zu leuchten brachte, wenn man ihn drückte. Bei einer Taschenlampe natürlich ein absolutest Desaster.

Leider gab es zu diesem Zeitpunkt keiner Ersatzteile und ich musste eine No-Name Taschenlampe opfern um einen passenden Schalter zu bekommen.

An sich, bin ich sehr begeistert von den Fenix Lampen, sie sind klein, handlich und mit ihren 300 Lumen hat man eigentlich genug Power für den durchschnittlichen Gebrauch und damit eine Leuchtweite von ca 100-130 Metern. Wirklich weit genug, im Wald beträgt die Sichtweite ohnehin nicht viel mehr, in der Stadt benötigt man erst recht nicht mehr und auf freier Fläche ist die Reichweite auch ausreichend. Leider lässt sich der Lichtkegel nicht einstellen, was aber auch nicht unbedingt nötig ist.

Die Fenix LD22 verfügt über 3 Leuchtstufen, die mittels des Drucktasters am Leuchtmodul angewählt werden können.
Zusätzlich gibt es noch den Stroboskop-Modus, der zur Selbstverteidigung gedacht ist. Die Lampe Blitz in diesem Modus extrem schnell und erschwert damit geblendeten Personen die Orientierung bei totaler Dunkelheit. Hier ist leider auch eine der Schwachstelen dieser Lampe zu sehen. Der Strobe-Modus wird immer wieder durch kurze Phasen unterbrochen in denen die Lampe deutlich langsamer Blitzt. Auch. Dies ist sowohl bei der alten, als auch bei der neuen Lampe der Fall. Es gibt immer einen regelmäßigen Intervall von 3 langsamen Lichtblitzen ehe der schnellere Strobe-Modus wieder einsetzt. Bei höherwertigen Lampen gibt es das so nicht. Außerdem brennen die 300 Lumen der Lampe zwar schon in den Augen und auf kurze Distanz erschwert das Blitzen schon die Orientierung, mit mehr Leistung wäre hier allerdings ein deutlich besserer Effekt zu erzielen.
Hier ist aber wegen der verwendeten AA Batterein natürlich auch der Leistung ein Grenze gesetzt.

Ich nutze die Fenix LD22 im Strobe-Modus daher eher zum Trainig, wenn ich meinem gegenüber kein bleibenden Sehschäden zumuten will, die bei Lampen mit 1000 Lumen auf jeden Fall vorkommen können.
Die Lampe ist bis zu 2 Meter Tiefe wasserdicht, was natürlich wichtig ist für eine Lampe, die Outdoor genutzt wird und somit Regen ausgesetzt sein wird und ggf auch mal in eine Pfütze fallen könnte.



Die Fenix LD22 wird mit 2 AA Batterien betrieben, was natürlich den Geldbeutel schont, da keine speziellen Batterien oder Akkus samt Ladegerät erforderlich sind.
Die Laufzeit der Lampe ist mit ca 5 Stunden Dauerbetrieb mit AA Batterien angegeben, was ich bestätigen kann. Bisher habe ich nie plötzlich im Dunkeln gestanden.
Auch bei täglicher Nutzung haben die Batterien  bei mir bisher immer eine gefühlte Ewigkeit gehalten.

Im Lieferumfang waren 2 Ersatzdichtringe enthalten, was bei regelmäßiger Nutzung sehr  gut ist, da diese Ringe gerne mal kaputtgehen. Leider ist keine Ersatzabdeckung für den Ein-/Aus-Schalter dabei, diese sind schließlich auch verschleißteile und durch das ständige Knicken des Gummis beim Ein- und Ausschalten stark beansprucht.
Außerdem sind eine Trageschlaufe (Lanyard) und ein Holster dabei. Standardzubehör eben.

Preislich hat sich bei der Fenix LD22 einiges getan. Die Erste habe ich noch für etwas über 70 € gekauft, die 2015er Version liegt schon nur noch bei 49,90 € bei Amazon.de,was auch ein angemessener Preis ist.

Heute würde ich keine 70 € mehr für eine solche Lampe invesieren, da die Konkurrenz schon Leistungsstärkere Modelle zu selben Preis auf Lager hat.

Fazit:

Wer eine zuverlässige und kompakte Outdoorlampe sucht kann ruhig bei Fenix zugreifen. Der Preis von 49,90 € ist Ok, da man hier wirklich eine hochwertige Lampe bekommt, die sich nicht mit Grabbeltisch-Lampen aus dem Supermarkt vergleichen lässt.
Wer allerdings Wert auf Leistung legt und bereit ist dafür auch ein kleines bischen mehr Geld auszugeben, wird mit der LD22 sicher nicht glücklich sein.

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